Ärztliche Behandlungsmethoden (medizinisch):
In den Fällen, in denen eine Behinderung der Atemwege augenfällig die Ursache für das Schnarchen darstellt, sollte eine entsprechende medizinische Behandlung erfolgen. Zum Beispiel lassen sich Nasenscheidewandverkrümmungen positiv vebessern (Septumdeviation), Kieferhöhlenentzündungen behandeln, vergrößerte Nasenmuscheln verkleinern und Allergien verbessern. Oft liegt auch eine Kombination von mehreren Ursachen vor.
Chirurgische Möglichkeiten
Einige Möglichkeiten bei unterschiedlichem Erfolg stellen operative Eingriffe dar, die allerdings oft irreversibel sind.
Es besteht z.B. die Möglichkeit, den Gaumen und die Rachenhaut zu straffen oder das Zäpfchen weitgehend zu entfernen. Bei diesem Eingriff entfernt der Arzt oft auch zusätzlich die Tonsillen (Gaumenmandeln). Dieser Eingriff wird als Uvula-Palato-Pharyngo-Plastik (UPPP) bezeichnet. Die Operation führt allerdings nur bei etwa der Hälfte der Schnarcher zu einer deutlichen, bei weiteren 40 Prozent zu einer mäßigen Besserung des Schnarchens. Der Eingriff muss stationär und in Narkose durchgeführt werden. Komplikationen sind selten, neben Nachblutungen innerhalb der ersten Woche können auch langfristige Probleme wie Verschlucken mit Austritt von Flüssigkeit aus den Nasenlöchern, Schluckschmerzen oder offenes Näseln entstehen.
Ein eleganteres und möglicher Weise schonenderes Verfahren bietet die Verwendung eines Lasers. Hierbei werden Teile des Gaumens und des Zäpfchens mit dem Laser weggeschnitten. Diese Operationstechnik wird als Laser-assistierte Uvula-Palato-Plastik (LAUP) bezeichnet. Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt werden, eine Operation in Narkose ist jedoch zu empfehlen. Komplikationen dieses Laser-Eingriffes sind relativ selten. Der Erfolg liegt bei etwa 60 Prozent.
In den letzten Jahren hat sich zudem die Radiofrequenztherapie etabliert: Dabei wird mit Sonden in das Rachengewebe gestochen und mit Radiofrequenzenergie das Gewebe bei Temperaturen um die 80 °C zum Verkochen gebracht. Durch narbiges Schrumpfen des Gaumens kommt es dabei zu einer Stabilisierung des Gewebes und so evtl. zu einem verminderten Schnarchgeräusch.
Weichgaumenimplantate: Unter örtlicher Betäubung wird dabei der Weichgaumen durch Einsetzen von Kunststoffstiften stabilisiert. Falls die Stifte sich lösen, müsen sie ersetzt werden. Die Therapie eignet sich max für zehn Prozent aller Schnarcher, denn falls der Weichgaumen eines Patienten zu groß ist, kann dieser am Implantat ersticken.
UvulaFlap: Das hochgeklappte Zäpfchen (Uvula) wird hierbei am Gaumen vernäht. Die Schleimhaut wird kaum beeinträchtigt. Beschwerden beim Schluckakt und Sprechstörungen werden berichtet.
Mandelentfernung: Bei Erwachsenen haben die Mandeln keine wichtige Funktion. Bei großen Mandeln kann die Entfernung mit einem Eingriff am Weichgaumen kombiniert werden. Nachblutungen sind möglich.
Bei Nasenscheidewandverkrümmungen und Nasenmuschelvergrößerungen ist eine operative Begradigung der Nasenscheidewand und eine Verkleinerung der Nasenmuscheln möglich.
Bei Kieferhöhlenentzündungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen gibt es eine breite Palette von Behandlungsmöglichkeiten, je nach Ausmaß der Entzündung: Diese reicht von der Gabe von schleimlösenden Mitteln, Antibiotika, Kieferhöhlenspühlungen bis hin zu Kieferhöhlenoperationen oder Siebbeinoperationen.
Hyoidsuspension: Um den Zungengrund am Zurückfallen zu hindern werden Zungenbein (Hyoid) und Kehlkopf miteinander verdrahtet, so dass sich die Atemwege weiter öffnet. Schluckbeschwerden und Stimmveränderungen sind mögliche Folgen. Veränderung des Gefühls am Kehlkopf weden ebenso berichtet.
In Ihren Laden gegen Schnarchen gehts hier: www.schnarchladen.de
|
 |
|