Langzeitcompliance bei CPAP Krankenhaus Großhansdorf, Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie, Großhansdorf
Fragestellung: Wie ist die Langzeitcompliance der CPAP-Therapie schlafbezogener obstruktiver Atmungsstörungen?
Methoden: Retrospektive Analyse der Daten von Patienten mit schlafbezogenen obstruktiven Atmungsstörungen, die regelmäßig zur Kontrolle der eingeleiteten CPAP-Therapie in einem großem Schlaflabor geplant nachuntersucht wurden. Alle Patienten hatten die Möglichkeit, sich bei Therapieproblemen kurzfristig im Schlaflabor vorzustellen. Eingeschlossen wurden nur Werte von Patienten, die nach der Ersteinstellung auf eine CPAP-Therapie nach mindestens 2 Jahren polysomnografisch im Labor nachuntersucht wurden. Ergänzt werden die Daten durch eine Literatutübersicht.
Ergebnisse: Daten von 244 Patienten (36 Frauen, 208 Männer, Alter 55 ± 10 Jahre, Body-Mass-Index 31 ± 6 Kilogramm/Quadratmeter, Apnoe-Hypopnoe-Index initial 29 ± 24/Stunde) waren auswertbar.
Der Zeitraum zwischen der Einstellung auf die CPAP-Therapie und der letzten Kontrolluntersuchung lag im Mittel bei 4,5 ± 1,7 Jahren. Nach dieser Zeit betrug der Apnoe-Hypopnoe-Index unter der Therapie 2,2 ± 5/Stunde, der Tiefschlafanteil hatte sich von 10 ± 11 auf 17 ± 14 Prozent verbessert, der REM-Anteil von 9 ± 11 auf 16 ± 9 Prozent, die subjektive Schläfrigkeit gemessen in der Epworth-Skala von 12 ± 4,8 auf 8,6 ± 4,5 Punkte. Die Therapie wurde von 84 Prozent aller Patienten täglich und von 81 Prozent die ganze Nacht genutzt, für durchschnittlich 5,1± 2,2 Stunden/Nacht. Zufrieden mit der Therapie waren 90 Prozent der Untersuchten. Diese Zahlen sind vergleichbar den Ergebnissen nach 3 Monaten und den dazwischen liegenden Untersuchungen. Das Körpergewicht blieb im Mittel konstant. 90 Prozent aller Patienten, die auf eine CPAP-Therapie eingestellt wurden, kamen zu den geplanten Nachuntersuchungsterminen.
Schlussfolgerungen: Die Langzeitcompliance nach Einstellung auf eine CPAP-Therapie ist unter der Voraussetzung einer intensiven Betreuung gut. Probleme treten überwiegend in den ersten 3 Monaten der Therapie auf. Ist die Therapie gut eingestellt, ändern sich Nutzungs- und Nebenwirkungsraten kaum.
(Autoren: Hein. H, Kuziek G, Schucher B, Magnussen H; Quelle: Somnologie Volume 9, Oktober 2005)
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