Therapien gegen Schnarchen - Schnarch-Operationen Operative Maßnahmen gegen Schnarchen versprechen vor allem habituellen Schnarchern, wieder angenehme Bettgenossen zu werden. Voraussetzung allerdings ist, dass die jeweiligen Operationen von Spezialisten durchgeführt werden. Auf dem aktuellen 'OP-Markt' sind derzeit verschiedene Operationsmöglichkeiten. Sie alle haben das Ziel, die Verengung im Rachenbereich durch schlaffes Gewebe, die das Schnarchen verursacht, zu beheben. Entfernt, bzw. gestrafft werden dabei meist Teile des Gaumensegels, des Zäpfchens oder des Zungengrunds. Bei manchen Patienten wird auch noch eine Korrektur in der Nase vorgenommen, um eine bessere nächtliche Nasenatmung zu ermöglichen.
Jedem Eingriff allerdings sollte eine gründlichen Untersuchung vorangehen, in der untersucht wird, ob dem Patient überhaupt eine Operation nützt. Nicht geeignet sind zum Beispiel übergewichtige Patienten - mit einem sehr dicken Hals oder Patienten mit einem sehr engen Kiefer. Auch wer unter stärkeren Schlaf-Apnoen leidet, dem wird eine OP nicht helfen. Um herauszubekommen, wo genau die Ursachen für das nächtliche Schnarchen liegen, ist es außerdem ratsam, vor der Operation eine Videoendoskopie in der Schnarchphase während des Schlafens durchzuführen: dem Patient wird dabei ein starkes Schlafmittel verabreicht, das ihn innerhalb kürzester Zeit in seine nächtliche Schnarchphase versetzt. So kann man genau sehen, wo und wie stark zum Beispiel das Gaumensegel oder das Zäpfchen vibriert - und der Arzt kann gegebenenfalls zielgenau operieren.
Eine der jüngsten Methoden ist die Celon-Radiofrequenz-Therapie. Mit dieser Methode kann man sowohl Gewebe entfernen, als auch straffen. Im Draht des Handstücks, mit dem geschnitten wird, werden Wellen erzeugt. Das überflüssige Gewebe kann so abgeschnitten und gleichzeitig verschweißt werden. Die Operation verläuft unblutig, die Entzündungsgefahr ist relativ gering, auch die Schmerzen nach der OP sind relativ gering. Mit der Celon-Therapie kann auch Gewebe geschrumpft werden: mit einer Sonde werden dabei punktuelle Vernarbungen unter der Schleimhaut produziert. Diese Narben z.B. im Gaumensegel oder Zungengrund ziehen sich zusammen - das behandelte Gewebe strafft sich. Zwei bis drei Stunden nach dem Eingriff kann der Patient normalerweise bereits wieder nach Hause gehen. Zwar steigert sich, bedingt duch eine Schwellung im operierten Bereich, unmittelbar nach der OP das Schnarchen deutlich - drei bis vier Wochen nach der OP sollte es dann aber verschwunden sein.
Eine ältere Radiofrequenz-Methode, die aber immer noch häufig praktiziert wird, ist die Somnoplastie. Mit ihr kann man nur Gewebe straffen. Bei dem ambulanten Eingriff unter örtlicher Betäubung wird die Nadel auf 85 Grad erhitzt. Das so veränderte Gewebe im Gaumen wird vom Körper abgebaut - die Folge: zum Beispiel das Gaumensegel wird kleiner, strafft sich und kann nicht mehr vibrieren. Diese Operation muss allerdings bis zu vier mal wiederholt werden, bis das lästige Schnarchen tatsächlich aufhört.
Eine andere Therapie ist die Operation mit dem Laserstrahl, bei der überflüssiges, schlaffes Gewebe mit einem hoch energetischen Lichtstrahl weggeschnitten wird. Dabei kommt des durch die hohen Temperaturen des Laserstrahls allerdings zu leichten Verbrennungen an den Wundrändern. Das hat zur Folge, dass die Patienten bei dieser OP zwar in den ersten Tagen nach dem Eingriff kaum Schmerzen empfinden, dafür aber um so mehr nach ungefähr 4 bis 7 Tagen, wenn die alte Schleimhaut im Mund abgestoßen wird, die neue sich aber noch nicht entwickelt hat. Noch immer wird auch mit der konventionellen Methode - mit dem Skalpell - erschlafftes Gewebe im Mundraum entfernt. Mit dieser Methode hat man die Möglichkeit wesentlich mehr Gewebefläche im Mund zu reduzieren, als mit dem Laserstrahl. Deshalb ist der Eingriff vor allem für Patienten geeignet, die unter wesentlich stärkeren Schnarchsymptomen leiden, als die meisten anderen Schnarcher. Die vom Skalpell verursachten Wunden müssen zwar vernäht werden, doch die Patienten leiden nur in den ersten Tagen nach dem Eingriff unter leichteren Schmerzen. Nachteil der konventionellen Therapie: die Patienten müssen mindestens eine Woche im Krankenhaus stationär aufgenommen werden.
Eine ziemlich neue operative Schnarchtherapie in Deutschland ist das Implantieren von Polyäthylenstäbchen in den Gaumen des Schnarchpatienten. Die Stäbchen sollen das Gaumensegel so stabilisieren, dass es nicht mehr vibrieren kann. Vorteil der ambulanten Methode: sie ist unblutig - kein Gewebe muss entfernt werden, der Eingriff dauert eine viertel Stunde unter örtlicher Betäubung. Nach 4 bis 6 Wochen kann der Patient allerdings erst feststellen, ob die OP den gewünschten Erfolg gebracht hat - und das Schnarchen aufhört. Nur in ganz seltenen Fällen stößt der Körper die Implantate ab.
In Ihren Laden gegen Schnarchen gehts hier: www.schnarchladen.de
|